Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Alles Gute, Werner Herzog. Du bist wohl der wichtigste (lebende) Vertreter des deutschen Films. Danke, dass ich stolz auf dich sein darf.

REC 3?

Zugegeben: REC war richtig geil. Also das Original aus Spanien, nicht das Remake aka „Quarantine“. Der zweite Teil war auch noch halbwegs erträglich, konnte allerdings keineswegs mit dem Ersten in competition gehen. Was sagt uns das? Genau, ein dritter Teil muss eigentlich nicht sein. Paco Plaza jedoch entschied sich für einen Teil Drei und zack, da hagelt es auch schon die ersten negativen Reviews. Den Trailer könnt ihr euch ja trotzdem angucken. Vielleicht ja okay zum Katern an einem Sonntag.

Serdar

Tumbling Doll of Flesh

„Tumbling Doll of Flesh“ lautet die Empfehlung für Donnerstag den 30.08.2012. Regie führte Tamakichi Anaru, der auch gleichzeitig als Protagonist fungiert. Ansonsten gibt es da noch Kanako Ooba und den Kameramann. Übersichtlicher Cast also. Zum Film: Ein gesunder Mix aus Porn (erster Part) und Snuff (zweiter Part). Die Pornoelemente sind allerdings nicht relevant, da foging (standard) und mal ehrlich: dafür gibt es einschlägige Seiten. Viel interessanter erscheint mir da der zweiter Part. Die Szenen sind teilweise schön realistisch dargestellt und erfüllen somit ihren Zweck. Kanako erlebt keinen Tag in einem Edelspa, so viel sei gesagt. Die Atmosphäre erzeugt bei mir ein gewisses Unwohlsein (nicht im Sinne von: OH GOTT, DAS KÖNNEN DIE DOCH NICHT MACHEN?!), was ich nicht unbedingt als negativ beschreiben würde. Stimmungsmacher. Ein gelungenes Werk also, sofern man auf „Snuff“ steht. Ansonsten: Geschenkt.

WAS DOUGLAS SIRK THE BEST GERMAN DIRECTOR?

Ja.

VOOM!

Am 26.11 kann ich wieder ins Kino gehen. Killing Them Softly wird mir hoffentlich gut gefallen.

Trailer lohnt!

Sight & Sound: Critics and Directors Poll 2012

Alle zehn Jahre veröffentlich das Sight & Sound Magazine eine von Regisseuren und Kritikern zusammengestellte Top 10 der besten Filme aller Zeiten. Tatsächlich ist das Sight & Sound das wohl wichtigste und ernstzunehmende Magazin und die Listen gelten als wichtig und repräsentativ. 2012 war es nun wieder so weit und die Ergebnisse liegen vor.

Kritiker:

► Vertigo (Hitchcock)
► Citizen Kane (Welles)
► Tokyo Story (Ozu)
► The Rules of the Game (Renoir)
► Sunrise: A Song of Two Humans (Murnau)
► 2001 (Kubrick)
► The Searchers (Ford)
► Man with a Movie Camera (Vertov)
► The Passion of Joan Arc (Dreyer)
► 8 1/2 (Fellini)

Regisseure:

► Tokyo Story
► 2001
► Citizen Kane
► 8 1/2
► Taxi Driver (Scorsese)
► Apocalypse Now (Coppola)
► The Godfather (Coppola)
► Vertigo
► Mirror (Tarkovsky)
► Bicycle Thieves (De Sica)

Kann mit beiden Listen gut leben, wenn ich ehrlich sein soll. Kane nicht mehr auf der #1, dafür Vertigo? Stattgegeben. Vertigo ist Hitchcocks bester Film und Stewart ist sowieso Gentleman. Mal sehen, wie es in zehn Jahre aussieht. Vielleicht kommt da ja noch was. Freuen würd ich mich. Im Übrigen werd ich mich die kommenden Tage an „Man with a Movie Camera“ wagen. Eventuell kommt mal ein ausführliches Review, so mit Eindrücken und Aufarbeitung der Story.

A Serbian Film

„A Serbian Film“ ist das Regiedebut des serbischen Filmemachers Srdjan Spasojević und hat in der Vergangenheit für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Story mal eben schnell zusammengefasst: Ein Pornodarsteller möchte dem Business den Rücken kehren und sich mehr oder weniger Rollen in Avantgardfilmen widmen. Tatsächlich bekommt er auch eine Rolle vermittelt, merkt allerdings erst während der Produktion, dass sich dabei um einen Snuff-Film handelt. Done. Story ist sowieso Nebensache. Aber mal im Ernst: Spasojević hat mich nicht enttäuscht. „Snuff“ meint in diesem Fall auch „Snuff“, das heißt im Klartext, dass Themen wie Nekrophilie und Kinderpornografie gnadenlos aufgegriffen und gezeigt werden. Messed up irgendwie, aber halt auch sehenswert. Unbedingt gucken, wenn nicht schon längst geschehen.

Freitag

Mann des Abends ist Nacho Cerdà und sein Kurzfilm „Aftermath Genesis“ aus dem Jahr 1994. 30 Minuten lang Nekrophilie untermalt mit klassischer Musik und einem gewissen Sinn für Ästhetik. Das nenne ich perfekte Abendunterhaltung. Kriegt ihr auf einschlägigen Seiten zu sehen, das Zeug. Mehr möchte und darf ich diesbezüglich auch gar nicht verraten, sonst blogge ich zukünftig aus irgendeiner JVA, sitzend auf einem orthopädischen Kissen.

Black Sun 731

Heute gibt es wieder etwas aus dem asiatischen Raum. Weil ich die Asiaten so mag. In diesem Fall einen Chinesen. Tun Fei Mou hat im Jahr 1988 „Men Behind The Sun“ released. Wer sich schon immer für die Einheit 731 interessiert hat, wird hier fündig. Schön was fürs erste Date oder den nächsten Kindergeburtstag.

Einblicke gibt es, wenn du auf das Bild klickst. Versprochen!